Europäische ARGE Landentwicklung & Dorferneuerung
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Holger Magel feiert 80. Geburtstag

ARGE gratulierte im Rahmen eines Ehrenkolloquiums in München

Einer der „Gründerväter“ der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, der bayerische Geodät Holger Magel, feierte dieser Tage seinen 80. Geburtstag – und das im Rahmen eines festlichen Ehrenkolloquiums in München unter dem Titel „Das Land hat Zukunft. Hat das Land Zukunft?“, zu dem Magel ausgewählte Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter seines beruflichen Lebens geladen hatte. Ein Berufsleben, mit dem man locker zwei oder drei Leben füllen könnte, wie es eine der FestrednerInnen, die  bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, formulierte.

Über Jahrzehnte war Holger Magel Vordenker vieler wichtiger Entwicklungen für den ländlichen Raum. Er hat nicht nur den Übergang der früher rein agrarisch orientierten Flurbereinigungsverwaltung hin zu einer umfassenden Landentwicklungsverwaltung in Bayern begleitet und gestaltet, er war unter anderem auch Initiator des 1981 auf den Weg gebrachten Bayerischen Dorferneuerungsprogrammes. Von Anfang an hat er dabei die Dorferneuerung nie nur als bauliches Konzept gedacht, sondern die Bürgerbeteiligung, die Dorfphilosophie und die Leitbildarbeit als elementare Bausteine angesehen und eingefordert. Dieser ganzheitliche Ansatz für eine dörfliche, kommunale und regionale Entwicklung ist es auch, der ihn mit Vordenkerinnen und Vordenkern anderer europäischer Regionen verband. Und so regte er vor 35 Jahren gemeinsam mit dem damaligen niederösterreichischen Landesrat Erwin Pröll sowie Dorferneuerungspionieren aus mehreren österreichischen und deutschen Ländern die Gründung einer Plattform zum grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch und Know how-Transfer an, womit  die Geburtsstunde der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung geschlagen hatte.

Magel, der unter anderem auch eine Professur an der TU München innehatte und zu dessen Forschungsspektrum Theorien, Methoden und Prozesse der zukunftsfähigen Dorferneuerung, der partizipativen Landschaftsplanung, Kommunalentwicklung und Landnutzungsplanung sowie vor allem im internationalen Kontext Theorien und Konzepte des nachhaltigen Land-Managements zählten, war bis vor kurzem auch Präsident und ist nun Ehrenpräsident der angesehenen Bayerischen Akademie Ländlicher Raum. Eine seiner besonders herausragenden Leistungen für die ländlichen Räume Europas ist die Entwicklung des Modells der „Räumlichen Gerechtigkeit“, das die Notwendigkeit zwar nicht gleichartiger, aber gleichwertiger Bedingungen für Stadt und Land postuliert.

Wir gratulieren Holger Magel auch an dieser Stelle noch einmal herzlich zum 80. Geburtstag und zu seiner Lebensleistung.

©Pia Regnet/StMELF

https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2024/05/Magel-1-Kopie.jpeg 607 1048 Beate Schrank https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2024/03/a1a230bd-198x300.png Beate Schrank2024-05-07 16:38:172024-05-07 16:43:34Holger Magel feiert 80. Geburtstag
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Innovative und inspirierende Projekte im Fokus

Eine große Fülle an bemerkenswerten Leitprojekten aus 21 europäischen Dörfern und Gemeinden wurden zum 18. Europäischen Dorferneuerungswettbewerb eingereicht. Eine gewaltige Herausforderung für die Wettbewerbsjury, die vom 20. bis 22. März 2024 im schweizerischen Lichtensteig zu ihrer ersten Bewertungssitzung zusammentraf. Erste Erkenntnisse sind gewonnen, manche Fragen haben sich gestellt und die Vorfreude auf die Vor-Ort-Besichtigung der Teilnehmerorte in kleinen Jurygruppen, die zwischen Ende April und Mitte Juni stattfinden werden, ist groß.

Auch wenn es noch einiges zu überprüfen, vergleichen und bewerten gibt und die Preisträger erst Anfang Juli des Jahres feststehen werden, so ist jetzt schon unübersehbar: Der Europäische Dorferneuerungspreis 2024 ist eine reiche Fundgrube für innovative, inspirierende und nachahmenswerte Projekte, die Lust auf eine Zukunft in ländlichen Gemeinschaften machen.    

https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2024/03/IMG_3509-scaled.jpg 1440 2560 Beate Schrank https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2024/03/a1a230bd-198x300.png Beate Schrank2024-03-26 14:20:542024-03-28 14:37:58Innovative und inspirierende Projekte im Fokus
Events

Preisverleihung der Europäischen Dorferneuerungspreise 2022 – 12. Mai 2023

Für alle, die die Preisverleihung zum Europäischen Dorferneuerungspreis 2022 am 12. Mai 2023 im Hofheimer Land, Bayern, (noch einmal) sehen möchten:  https://youtube.com/@argelandentwicklung3000

https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2023/05/IMG_9855-Kopie-scaled.jpeg 1630 2560 Beate Schrank https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2024/03/a1a230bd-198x300.png Beate Schrank2023-05-15 12:18:002024-03-26 13:42:14Preisverleihung der Europäischen Dorferneuerungspreise 2022 – 12. Mai 2023
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ARGE stellt Weichen für die kommende Funktionsperiode

Johanna Mikl-Leitner (Niederösterreich) als Vorsitzende bestätigt – Anja Haider-Wallner (Burgenland), Natalia Gołąb (Niederschlesien), Michaela Kaniber (Bayern), Regina Kraushaar (Sachsen), Ryszard Wilczyński (Oppeln) bilden neues Präsidium – Doris Hofbauer als Geschäftsführerin bestellt.

Die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung hat bei ihrer Vollversammlung und der anschließenden Vorstandssitzung im tschechischen Kostelní Lhota die personellen und inhaltlichen Weichen für die kommende Funktionsperiode gestellt. Johanna Mikl-Leitner wurde als Vorsitzende bestätigt und steht damit für weitere vier Jahre an der Spitze unseres europäischen Netzwerkes für nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume und grenzüberschreitenden Wissensaustausch.

Mikl-Leitner hat den Vorsitz seit 2022 inne. „Ein starkes Europa kann es nur mit starken Regionen geben. Und starke Regionen brauchen lebendige Dörfer und handlungsfähige Städte und Gemeinden“, betonte sie anlässlich ihrer Wiederwahl. Zu ihren neuen Stellvertreterinnen wurden Anja Haider-Wallner aus dem Burgenland und Natalia Gołąb aus der Woiwodschaft Niederschlesien gewählt und bilden mit den wiedergewählten Vorstandsmitgliedern Michaela Kaniber aus Bayern, Regina Kraushaar aus Sachsen und Ryszard Wilczyński aus der Woiwodschaft Oppeln das neue ARGE-Präsidium.

Neu bestellt wurde auch die Geschäftsführung: Auf Theres Friewald-Hofbauer folgt Doris Hofbauer. Die langjährige Mitarbeiterin der Europäischen ARGE verfügt über umfassende Erfahrung in den Themenfeldern Landentwicklung und Dorferneuerung sowie über ein breites Netzwerk in den Mitgliedsregionen. Theres Friewald-Hofbauer, die die Geschicke der ARGE seit deren Gründung als Geschäftsführerin leitete, bleibt der ARGE als Konsulentin erhalten.

Einen wesentlichen Schwerpunkt der Beratungen bildete das Arbeitsprogramm für die kommenden Jahre. Die Europäische ARGE will ihre Rolle als europäische Wissens-, Austausch- und Vernetzungsplattform weiter ausbauen. Erfolgreiche Projekte, praxiserprobte Lösungsansätze und Erfahrungen aus Dörfern, Gemeinden und Regionen sollen künftig noch intensiver aufbereitet und über Länder- und Regionsgrenzen hinweg bekannt gemacht werden. So sollen beispielhafte Initiativen Gemeinden und Dörfer dabei unterstützen, geeignete Lösungsansätze für ihre eigenen Herausforderungen zu finden.

Bewährte Austauschformate wie Fachexkursionen, Konferenzen und „Online Breakfasts for Village Renewers“ sollen weitergeführt und durch neue Angebote ergänzt werden. Eine zentrale Rolle soll dabei das EV!RA-Netzwerk aus ehemaligen Teilnehmergemeinden des European Village Renewal Award, Expert:innen verschiedener Bereiche der ländlichen Entwicklung sowie Vertreter:innen der rund 20 Mitgliedsregionen der ARGE spielen.

Mit dem neu gewählten Präsidium und dem ambitionierten Arbeitsprogramm setzt die ARGE auf Kontinuität und Weiterentwicklung. Im Mittelpunkt bleibt das gemeinsame Ziel, Dörfer, Gemeinden und Regionen in ihrer Zukunftsfähigkeit zu stärken, Wissen und Erfahrungen zu teilen, die Zusammenarbeit über administrative und nationale Grenzen hinweg zu vertiefen und die gesamtgesellschaftliche Bedeutung ländlicher Räume ins Bewusstsein zu rücken.

©NLK Khittl

https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2026/09/KHI5274-scaled.jpg 1818 2560 Beate Schrank https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2024/03/a1a230bd-198x300.png Beate Schrank2026-09-18 13:52:552026-09-18 13:54:45ARGE stellt Weichen für die kommende Funktionsperiode
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Fest der Europäischen Dorferneuerung: “All different. All together.”

19. European Village Renewal Award (EV!RA) in Kostelní Lhota, Tschechische Republik, verliehen

Unter dem Motto „All different. All together“ wurde der EV!RA 2026 – in seiner bereits 19. Auflage seit 1990 – von der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung ausgelobt und durchgeführt. Vorigen Freitag wurden die Preise feierlich verliehen. Rund 600 Menschen aus rund 30 europäischen Ländern und Regionen, unter ihnen zahlreiche ranghohe Politiker:innen sowie Vertreter:innen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Diplomatie aus ganz Europa, wohnten der Preisverleihung in der mittelböhmischen Gemeinde Kostelní Lhota bei, die den Bewerb 2024 für sich entscheiden konnte. 

Der stimmungsvolle Festakt mit der Übergabe der Preise an die 25 Teilnehmer des Wettbewerbs 2026, allen voran an den interkommunalen Verbund Valposchiavo (Graubünden, Schweiz) als Gesamtsieger, war in ein dreitägiges Fest der europäischen Begegnung eingebunden. Von Donnerstag bis Samstag erwartete die Gäste ein höchst abwechslungsreiches Programm mit Exkursionen, Workshops, Dorfspaziergängen und kulturellen Darbietungen. Sowohl Gastgeber als auch Teilnehmer hatten Gelegenheit, ihren Ort, ihre Gemeinde oder Region zu präsentieren, Know-how und Erfahrungen auszutauschen sowie regions- und grenzüberschreitende Kontakte aufzubauen und Netzwerke zu knüpfen. 

„Der European Village Renewal Award ist mehr als ein Wettbewerb, er ist eine europäische Ideenbörse für die Zukunft unserer ländlichen Räume. Das, was hier an Lösungskompetenz geboten wird, ist Inspiration und Vorbild für unzählige Dörfer, Gemeinden und Regionen. All das Wissen und die Erfahrungen zu sammeln, aufzubereiten und für andere nutzbar zu machen, ist eine der Hauptaufgaben unserer ARGE und die eigentliche Intention des EV!RA“, betonte Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die von der Vollversammlung eben erst für weitere vier Jahre als Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung wiedergewählt worden war. Ländliche Räume seien keine Problemzonen, sondern Zukunftsräume, die sich oft auch als Vorreiter im Finden von Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit erweisen. 

Ihre Amtskollegin aus Mittelböhmen, Kreishauptfrau Petrá Peckova, unterstrich, dass die Zukunft der ländlichen Räume nicht allein auf Investitionen, sondern vor allem auf engagierten Menschen, auf Zusammenarbeit und auf dem Mut zu Innovationen beruhe, wenn es etwa darum gehe, auf die rasanten Veränderungen der Gegenwart, etwa auf klimatische Herausforderungen, den demografischen Wandel oder die Digitalisierung, adäquat zu reagieren.

Gesamtsieg für interkommunalen Verbund Valposchiavo in der Schweiz

Multimedia-Präsentationen, die die Teilnehmerorte vorstellten und Einblicke in den Wettbewerb boten, erwiesen sich nicht nur als stimmungsvolle Einlagen, sondern verdeutlichten auch, welch herausfordernder Aufgabe sich die 20-köpfige internationale Jury unter dem Vorsitz von Nadja Häupl, Städtebau-Professorin an der Uni Anhalt in Dessau, gegenübersah, aus den 25 Top-Bewerbern die Preisträger zu küren – kein leichtes Unterfangen angesichts der außerordentlich hohen Qualität aller eingereichten Projekte und Entwicklungsprozesse. Am meisten konnte schließlich der interkommunale Verbund Valposchiavo im Schweizer Kanton Graubünden überzeugen und sich den Gesamtsieg sichern. Beeindruckt zeigte sich die Jury hier vor allem vom Leitprojekt „100% Valposchiavo“, das auf regionale Wertschöpfung, nachhaltige Landwirtschaft und starke lokale Kreisläufe setzt, dabei Tradition mit Innovation verbindet und dank eines durchgehend inklusiven und integrativen Ansatzes die Bedürfnisse aller Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigt.

Premiere: EV!RA LaureateMit der Auszeichnung „EV!RA Laureate“ hat die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung 2026 schließlich einen neuen Akzent gesetzt und die Möglichkeit geschaffen, ergänzend zu den EV!RAs an Dörfer, Gemeinden und interkommunale Verbunde auch Persönlichkeiten zu würdigen, die sich um die Zukunft der ländlichen Räume Europas besonders verdient gemacht haben. Als erste Preisträgerin wurde Theres Friewald-Hofbauer erkoren, die über Jahrzehnte eine zentrale Rolle in der ARGE einnahm und alle 19 Wettbewerbsrunden entscheidend mitprägte.

Bilder & Anhänge

Festakt

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Ausstellung, Networking

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Workshop, Open Space

Europäische ARGE Landentwicklung & Dorferneuerung
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Exkursionen, Konzerte

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https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/cf7ps-pdfs/Schrank-Beate/024_Valposchiavo_foto-petr-vrestiak-255-of-368.jpg 1281 1920 Beate Schrank https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2024/03/a1a230bd-198x300.png Beate Schrank2026-09-14 16:18:352026-09-22 10:35:32Fest der Europäischen Dorferneuerung: “All different. All together.”
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European Village Renewal Award 2026 geht in die Schweiz

Finale Jury-Sitzung zum EV!RA 2026 in München

Das Graubündner Valposchiavo, bestehend aus den Gemeinden Poschiavo und Brusio, wurde von der internationalen, interdisziplinären Jury zum Sieger im Wettbewerb um den European Village Renewal Award 2026 (EV!RA) gekürt. Unter dem Motto „All different. All together“ gab es insgesamt 25 Einreichungen. Bemerkenswert war das hohe Niveau der Teilnehmer. Die Preisverleihung findet von 10. bis 12. September 2026 in Kostelní Lhota (Mittelböhmen, Tschechische Republik), der Siegergemeinde des letzten Wettbewerbes statt.

Der Wettbewerb um den European Village Renewal Award 2026 (EV!RA) ist entschieden: Eine interdisziplinäre internationale Jury hat dieser Tage nach einer umfassenden Begutachtung vor Ort bei der abschließenden Bewertungssitzung in München das Graubündner Valposchiavo, eine Kooperation der Gemeinden Poschiavo und Brusio, zum Sieger gekürt. „Im sehr peripher gelegenen Valposchiavo ist es gelungen, sich gegen Abwanderung zu stemmen und vor allem junge Menschen nach Ausbildung und ersten Berufserfahrungen zur Rückkehr zu bewegen, weil hier hohes gemeinschaftliches Engagement in über 100 Vereinen und Initiativen, inspirierende, auch grenzüberschreitende Netzwerke, Kultur, Bildung, Digitalisierung, Innovation, Pflege von Tradition und die Nähe zu den natürlichen Ressourcen in der Landwirtschaft, im sanften Tourismus, Gastronomie, Sport und Erholung für eine hohe Lebensqualität sorgen. Die Entwicklung kann Modell sein für viele europäische ländliche Regionen“, heißt es einleitend in der Jury-Begründung.

Neben Valposchiavo haben es noch sieben weitere Teilnehmer in die Kategorie „Gold“ geschafft und zählten damit zu den finalen Sieganwärtern. Gold wird jenen Teilnehmern zugesprochen, die sich den aktuellen Herausforderungen ihres Lebensraumes mit nachhaltigen, innovativen und zeitgemäßen Projekten stellen und ganzheitliche Entwicklungsprozesse von herausragender Qualität in Gang gebracht haben. An 13 Teilnehmer wird ein Europäischer Dorferneuerungspreis in Silber verliehen, vier werden in Bronze bewertet. Silber bzw. Bronze werden jenen Teilnehmern zugesprochen, die sich durch ausgezeichnete Projekte in mehreren (Silber) bzw. einzelnen (Bronze) Bereichen der Gemeinwesenentwicklung auszeichnen Alle Teilnehmer erwiesen sich also als in hohem Maße „preiswürdig“.

Ausschließlich Top-Projekte im Bewerb

Die 20-köpfige Jury unter dem Vorsitz von Universitätsprofessorin Nadja Häupl, Dessau, zeigte sich vom extrem hohen Niveau der Einreichungen begeistert. Tatsächlich würden aus den verschiedenen Ländern und Regionen faktisch nur noch absolute Top-Projekte für den EV!RA eingereicht werden, die sich in ausgesprochen zukunftsweisenden Entwicklungsprozessen befänden – eine höchst erfreuliche Situation, die allerdings dazu führe, dass es zunehmend schwierig werde, den einen Sieger zu küren, so die Bewertungskommission. Schon kleinste „Mängel“ oder weiße Flecken im Entwicklungsgeschehen führen außerdem in der Regel dazu, dass nicht Gold, sondern „nur“ Silber oder Bronze zuerkannt werden. „Noch vor wenigen Jahren wären fast alle diesjährigen Teilnehmer in die höchste Kategorie eingeordnet worden, weshalb es auch kaum möglich ist, Vergleiche mit der Bewertung von Dörfern oder Gemeinden anzustellen, die bei früheren Wettbewerben evaluiert wurden“, erläutert Theres Friewald-Hofbauer, Geschäftsführerin der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, die den Wettbewerb seit 1990 im Zwei-Jahresrhythmus durchführt.

Die Jury legte bei der Bewertung einen besonderen Fokus auf den Prozess und die Leitprojekte, beschäftigte sich ausgiebig mit den Startbedingungen eines Gemeinwesens und der unter diesen Vorzeichen erfolgten Entwicklung, legte großen Wert auf Strategien, Methodik, die Qualität der BürgerInnenbeteiligung und das Zusammenspiel der verschiedenen AkteurInnen in den teilnehmenden Dörfern und Gemeinden.

Ein Sieger, viele Gewinner!

Wie die Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, bereits im Vorfeld der Jurysitzung erklärte, gibt es beim European Village Renewal Award keine Verlierer, ganz im Gegenteil: „Der EV!RA-Wettbewerb zeigt, wie viel Kreativität und Engagement in Europas Gemeinden stecken. Der internationale Austausch bringt wertvolle Impulse – und macht den Wettbewerb für alle Beteiligten zu einer Bereicherung.“

Besonders deutlich sichtbar wird das bei der Preisverleihung werden, die im September 2026 in der Siegergemeinde des vergangenen Wettbewerbes, nämlich im mittelböhmischen Kostelni Lhota (Tschechische Republik) stattfindet. Sie bildet den Höhepunkt einer mehrtägigen Veranstaltung mit Exkursionen, Ausstellungen, Workshops und kulturellen Begegnungen und wird sich als ein großes europäisches Fest erweisen, bei dem auch mehr denn je das diesjährige Wettbewerbsmotto „All different. All together“ spürbar sein wird und so manche kommunale Partnerschaften und Know how-Transfers eingeleitet werden.

Mehr Infos zum Jury-Entscheid finden Sie in angefügter Kurzbewertung:

Evaluations_short_EViRA_2026Herunterladen
https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/cf7ps-pdfs/bettina/20260619_153524-scaled-e1782720375924.jpg 1434 1920 Bettina Schierhuber https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2024/03/a1a230bd-198x300.png Bettina Schierhuber2026-06-29 10:23:272026-09-18 14:00:56European Village Renewal Award 2026 geht in die Schweiz
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Bewertungsprozess für EV!RA 2026 gestartet

25 Gemeinden aus ebenso vielen europäischen Regionen nehmen am Wettbewerb um den  EV!RA – European Village Renewal Award 2026 teil und stellen ihre Projekte zur Dorf- und Gemeindeentwicklung einer internationalen Bewertung. Die Begutachtung der schriftlichen Bewerbungsunterlagen ist abgeschlossen, in den Monaten Mai und Juni werden sich die Jurymitglieder vor Ort ein Bild machen.

„Unsere Dörfer und Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig erleben wir überall in Europa, wie viel Innovationskraft, Kreativität und Engagement in den ländlichen Regionen steckt. Genau diese Stärke wollen wir mit dem EV!RA sichtbar machen“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung.

Neuer Name für einen internationalen Wettbewerb

Der Wettbewerb wurde 1990 als Europäischer Dorferneuerungspreis ins Leben gerufen und wird heuer bereits zum 19. Mal vergeben. 2026 tritt er erstmals unter dem Namen EV!RA – European Village Renewal Award auf. Damit wird der zunehmenden Internationalität des Wettbewerbs Rechnung getragen: Die teilnehmenden Gemeinden kommen aus elf Ländern und neun Sprachräumen.

Ziel des Wettbewerbs bleibt unverändert: besonders erfolgreiche Entwicklungs- und Erneuerungsprozesse in ländlichen Gemeinden sichtbar zu machen. Neben der Auszeichnung selbst steht vor allem der Austausch von Erfahrungen und guten Beispielen im Mittelpunkt. Erfolgreiche Projekte sollen andere Gemeinden inspirieren und zur Weiterentwicklung motivieren.

Motto 2026: „All different. All together“

Der EV!RA 2026 steht unter dem Motto „All different. All together“. Es greift die Vielfalt der Lebensentwürfe und Erwartungen in ländlichen Gemeinden auf.

„Vielfalt ist eine große Stärke unserer Gemeinden. Wenn Menschen ihre Ideen einbringen und gemeinsam Lösungen entwickeln, entstehen Projekte, die weit über das eigene Dorf hinauswirken“, so Mikl-Leitner.

Gerade angesichts großer gesellschaftlicher Veränderungen seien Zusammenhalt, Engagement und Zusammenarbeit – auch über Gemeindegrenzen hinaus – entscheidende Faktoren für eine erfolgreiche Zukunft der ländlichen Räume.

©NLK Khittl

https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/cf7ps-pdfs/Schrank-Beate/KHI7494_©NLK-Khittl-scaled.jpg 1818 2560 Beate Schrank https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2024/03/a1a230bd-198x300.png Beate Schrank2026-03-19 10:43:462026-03-19 11:50:41Bewertungsprozess für EV!RA 2026 gestartet
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Online Breakfast for Village Renewers – Local shopping, better living

„Local shopping, better living“ ist das Thema des 3. online Dorferneuerungsfrühstücks am 26. März 2026.

Im Fokus steht die Frage, was getan werden kann, um den stationären Handel zu erhalten, um das Einkaufen vor Ort attraktiv zu machen, um die Nahversorgung zu gewährleisten. Über die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs hinaus geht es auch darum, wie mit Modellen von Multichannel und Omnichannel Retail neue Wege gefunden werden können, um Kunden zu gewinnen, und auch darum, wie mit multifunktionalen Begegnungs- und Erlebnisräumen das Einkaufserlebnis attraktiviert werden kann.

Input und Best Practise-Beispiele
Michael Edler, Amt für Landschafts- und Gemeindeplanung, Bozen, Juror zum European Village Renewal Award (EV!RA) 2026 (Südtirol, IT)
Doris Malmendier und Hans Haustetter, Dorflädchen Lontzen (Ostbelgien, B)
Erich Tummer, Bürgermeister der Gemeinde Neutal und Vizepräsident des Österreichischen Gemeindebundes (Burgenland, AT)
Christine Kaaserere, Bürgermeisterin der Marktgemeinde Schladners Südtirol, IT)

Mit dem Dorferneuerungsfrühstück bietet die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung ein Online-Format für all jene, die in Theorie und Praxis mit der Weiterentwicklung von Dörfern und Gemeinden befasst sind. Dabei werden Themenfelder der kommunalen Entwicklung aufgegriffen, Lösungen und Ideen präsentiert und mit allen Teilnehmenden diskutiert. Das Breakfast for Village Renewers dient dabei als Plattform, um Ideen und Inspirationen auszutauschen, wie man Herausforderungen und Probleme lösen könnte. Neben der Präsentation von Best-Practice-Beispielen aus verschiedenen Regionen Europas bietet es vor allem die Möglichkeit, sich mit Akteur:innen europaweit auszutauschen, von einander zu lernen und sich zu vernetzen.

Die Zahl der möglichen Teilnehmer:innen ist begrenzt. Es gilt das Prinzip „first come – first served“. Wir empfehlen daher, sich bei Interesse so rasch wie möglich per E-Mail an: info@landentwicklung.org zu melden.

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https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2025/07/ARGE_Logo_DOERN_Fruehstueck-02_quer_website-1-scaled.jpg 1074 2560 Beate Schrank https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2024/03/a1a230bd-198x300.png Beate Schrank2026-03-19 10:14:262026-03-27 15:30:05Online Breakfast for Village Renewers – Local shopping, better living
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EV!RA 2026: European Village Renewal Award zum 19. Mal ausgelobt

Unter dem Motto „All different. All together“ erfolgte kürzlich die Auslobung des 19. European Village Renewal Awards.

Der renommierte Preis, an dem seit 1990 rund 440 Dörfer, Gemeinden und Interkommunale Allianzen aus 20 europäischen Staaten teilgenommen haben, wird künftig auch unter der einprägsamen Kurzform EV!RA laufen.

Ziel des Wettbewerbes bleibt es, herausragende Erneuerungs- und Entwicklungsprozesse in ländlichen Gemeinwesen zu evaluieren, auszuzeichnen und weit über regionale und Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen – auch mit der Intention, andere Dörfer und Gemeinden an deren Wissen und Erfahrung partizipieren zu lassen. Dabei wird die internationale EV!RA-Jury ihre Bewertungen vor allem auf Basis umgesetzter Leitprojekte in den Teilnehmerorten vornehmen und ihr Hauptaugenmerk verstärkt auf die Resilienz, den innovativen Charakter und die kreative Herangehensweise bei der Projektentwicklung und -umsetzung legen.

Die Nennung von Teilnehmern kann noch bis Ende Jänner erfolgen. Die mehrstufige Evaluierungsphase, im Zuge derer jeder Teilnehmer von Jurorinnen und Juroren vor Ort begutachtet wird, endet Anfang Juli mit der finalen Bewertungssitzung. Die Preisverleihung findet vom 10. bis 12. September im Rahmen eines mehrtägigen Events mit informativem wie auch unterhaltsamem Rahmenprogramm im mitteböhmischen Kostelní Lhota, Gewinner des European Village Renewal Awards 2024, statt.

https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/cf7ps-pdfs/Schrank-Beate/ARGE_EDEP_2025_FB_Header-scaled.jpg 1124 2560 Beate Schrank https://www.landentwicklung.org/wp-content/uploads/2024/03/a1a230bd-198x300.png Beate Schrank2026-01-14 12:50:312026-09-18 13:58:59EV!RA 2026: European Village Renewal Award zum 19. Mal ausgelobt
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