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Holger Magel feiert 80. Geburtstag
ARGE gratulierte im Rahmen eines Ehrenkolloquiums in München
Einer der „Gründerväter“ der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, der bayerische Geodät Holger Magel, feierte dieser Tage seinen 80. Geburtstag – und das im Rahmen eines festlichen Ehrenkolloquiums in München unter dem Titel „Das Land hat Zukunft. Hat das Land Zukunft?“, zu dem Magel ausgewählte Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter seines beruflichen Lebens geladen hatte. Ein Berufsleben, mit dem man locker zwei oder drei Leben füllen könnte, wie es eine der FestrednerInnen, die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, formulierte.
Über Jahrzehnte war Holger Magel Vordenker vieler wichtiger Entwicklungen für den ländlichen Raum. Er hat nicht nur den Übergang der früher rein agrarisch orientierten Flurbereinigungsverwaltung hin zu einer umfassenden Landentwicklungsverwaltung in Bayern begleitet und gestaltet, er war unter anderem auch Initiator des 1981 auf den Weg gebrachten Bayerischen Dorferneuerungsprogrammes. Von Anfang an hat er dabei die Dorferneuerung nie nur als bauliches Konzept gedacht, sondern die Bürgerbeteiligung, die Dorfphilosophie und die Leitbildarbeit als elementare Bausteine angesehen und eingefordert. Dieser ganzheitliche Ansatz für eine dörfliche, kommunale und regionale Entwicklung ist es auch, der ihn mit Vordenkerinnen und Vordenkern anderer europäischer Regionen verband. Und so regte er vor 35 Jahren gemeinsam mit dem damaligen niederösterreichischen Landesrat Erwin Pröll sowie Dorferneuerungspionieren aus mehreren österreichischen und deutschen Ländern die Gründung einer Plattform zum grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch und Know how-Transfer an, womit die Geburtsstunde der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung geschlagen hatte.
Magel, der unter anderem auch eine Professur an der TU München innehatte und zu dessen Forschungsspektrum Theorien, Methoden und Prozesse der zukunftsfähigen Dorferneuerung, der partizipativen Landschaftsplanung, Kommunalentwicklung und Landnutzungsplanung sowie vor allem im internationalen Kontext Theorien und Konzepte des nachhaltigen Land-Managements zählten, war bis vor kurzem auch Präsident und ist nun Ehrenpräsident der angesehenen Bayerischen Akademie Ländlicher Raum. Eine seiner besonders herausragenden Leistungen für die ländlichen Räume Europas ist die Entwicklung des Modells der „Räumlichen Gerechtigkeit“, das die Notwendigkeit zwar nicht gleichartiger, aber gleichwertiger Bedingungen für Stadt und Land postuliert.
Wir gratulieren Holger Magel auch an dieser Stelle noch einmal herzlich zum 80. Geburtstag und zu seiner Lebensleistung.
Innovative und inspirierende Projekte im Fokus
Eine große Fülle an bemerkenswerten Leitprojekten aus 21 europäischen Dörfern und Gemeinden wurden zum 18. Europäischen Dorferneuerungswettbewerb eingereicht. Eine gewaltige Herausforderung für die Wettbewerbsjury, die vom 20. bis 22. März 2024 im schweizerischen Lichtensteig zu ihrer ersten Bewertungssitzung zusammentraf. Erste Erkenntnisse sind gewonnen, manche Fragen haben sich gestellt und die Vorfreude auf die Vor-Ort-Besichtigung der Teilnehmerorte in kleinen Jurygruppen, die zwischen Ende April und Mitte Juni stattfinden werden, ist groß.
Auch wenn es noch einiges zu überprüfen, vergleichen und bewerten gibt und die Preisträger erst Anfang Juli des Jahres feststehen werden, so ist jetzt schon unübersehbar: Der Europäische Dorferneuerungspreis 2024 ist eine reiche Fundgrube für innovative, inspirierende und nachahmenswerte Projekte, die Lust auf eine Zukunft in ländlichen Gemeinschaften machen.
Preisverleihung der Europäischen Dorferneuerungspreise 2022 – 12. Mai 2023
Für alle, die die Preisverleihung zum Europäischen Dorferneuerungspreis 2022 am 12. Mai 2023 im Hofheimer Land, Bayern, (noch einmal) sehen möchten: https://youtube.com/@argelandentwicklung3000
EV!RA 2026: European Village Renewal Award zum 19. Mal ausgelobt
Unter dem Motto „All different. All together“ erfolgte kürzlich die Auslobung des 19. European Village Renewal Awards.
Der renommierte Preis, an dem seit 1990 rund 440 Dörfer, Gemeinden und Interkommunale Allianzen aus 20 europäischen Staaten teilgenommen haben, wird künftig auch unter der einprägsamen Kurzform EV!RA laufen.
Ziel des Wettbewerbes bleibt es, herausragende Erneuerungs- und Entwicklungsprozesse in ländlichen Gemeinwesen zu evaluieren, auszuzeichnen und weit über regionale und Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen – auch mit der Intention, andere Dörfer und Gemeinden an deren Wissen und Erfahrung partizipieren zu lassen. Dabei wird die internationale EV!RA-Jury ihre Bewertungen vor allem auf Basis umgesetzter Leitprojekte in den Teilnehmerorten vornehmen und ihr Hauptaugenmerk verstärkt auf die Resilienz, den innovativen Charakter und die kreative Herangehensweise bei der Projektentwicklung und -umsetzung legen.
Die Nennung von Teilnehmern kann noch bis Ende Jänner erfolgen. Die mehrstufige Evaluierungsphase, im Zuge derer jeder Teilnehmer von Jurorinnen und Juroren vor Ort begutachtet wird, endet Anfang Juli mit der finalen Bewertungssitzung. Die Preisverleihung findet vom 10. bis 12. September im Rahmen eines mehrtägigen Events mit informativem wie auch unterhaltsamem Rahmenprogramm im mitteböhmischen Kostelní Lhota, Gewinner des European Village Renewal Awards 2024, statt.
Klimaresilienz in Kommunen im Fokus
Building Climate Resilient Communities – unter diesem Thema stand das zweite online Dorferneuerungsfrühstück der ARGE im Dezember 2025. Dabei präsentierten VerantwortungsträgerInnen aus Feldbach (Steiermark, AT), Kostelní Lhota (Mittelböhmen, CZ), Wahrenholz (Niedersachsen, D) und Lanzenkirchen (Niederösterreich, AT) wichtige Basisinformationen und interessante Projektbeispiele für mehr Widerstandsfähigkeit gegenüber Extremwetterereignissen und bessere Anpassungsfähigkeit an Klimaveränderungen.
Die Stadt Feldbach, die auch regionales Zentrum der „Erlebnisregion Thermen- & Vulkanland Steiermark“ ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf verschiedensten Ebenen zur resilienten und robusten Gemeinde zu werden – von Gesundheit über Wirtschaft bis zu Infrastruktur und Energieversorgung. Sonja Skalnik, 1. Vizebürgermeisterin von Feldbach und Vorsitzende des Tourismusverbandes Thermen- & Vulkanland Steiermark, präsentierte Resilienz-Initiativen der Stadtgemeinde, die zu den 13 diesbezüglichen Pionierstädten Österreichs zählt. Sie erläuterte umfassende Maßnahmen, die in Feldbach in den Bereichen Klimaneutralität, Klimavorsorge, Energiewende, nachhaltige Mobilität und Krisenvorsorge gesetzt werden. Als absolutes Vorzeigeprojekt weit über die Region hinaus darf das Blackout-Vorsorgekonzept angesehen werden, das die Gemeinde in Kooperation mit Wissenschaft, Stakeholdern und Bevölkerung entwickelt hat. Skalnik betonte auch die regionale Zusammenarbeit im Tourismus – in der Region gibt es jährlich rund zwei Millionen Gästenächtigungen – und die Bedeutung des gemeinsamen Engagements aller BürgerInnen für eine resiliente Gemeinde.
Tomáš Drobný, Bürgermeister der Gemeinde Kostelní Lhota, die den Europäischen Dorferneuerungspreis 2024 erringen konnte, stellte mehrere Umweltinitiativen seiner Gemeinde vor und erläuterte die Schwerpunkte der kommunalen Flur- und Kulturlandschaftsgestaltung. Exemplarisch nannte er die Grünraumgestaltung mit endemischen Gräsern und Pflanzen an, bei der man sich fachliche Unterstützung seitens des Botanischen Gartens in Prag holte. Schwerpunkte im Landschaftsplanungskonzept, das in Kooperation mit der Technischen Universität Prag erstellt und Schritt für Schritt umgesetzt wird, sind Renaturierungen, Wassermanagement, konsensorientierter Hochwasserschutz, Waldbarrieren zur Autobahn, Maßnahmen gegen Bodenerosion sowie ein umfassendes Landkonsolidierungsprojekt. Drobný erwähnte auch Energieeinsparmaßnahmen, etwa die Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung auf LED-Leuchten, den Bau von Photovoltaik-Anlagen und die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs. Zu den Maßnahmen, die gesetzt werden, zählen außerdem verschiedene Umwelt- und Renovierungsprojekte die Revitalisierung von Teichen, ein Re-Use-Center für gebrauchte Gegenstände, eine Radwegstrecke, die ohne Asphalt auskommt, und einen Schullandheim-Park.
Die Gemeinde Wahrenholz setzt auf dem Weg zur Klimaresilienz auf verschieden Strategien, wie Herbert Pieper, Bürgermeister der Gemeinde Wahrenholz, erklärte. Schwerpunkte liegen unter anderem auf Landwirtschaft, klimaresistenter Grünraumgestaltung im und außerhalb des Ortes sowie auf der Energieversorgung, die mit kommunaler Wärmeplanung und Windenergie neue Wege geht. Bemerkenswert sind die Einbindung der Bevölkerung, interkommunale Kooperationen sowie der höchst innovative Charakter von Projekten. Pieper erklärte, wie die Gemeinde durch das niedersächsische Beteiligungsgesetz an Windenergieprojekten teilhaben kann, wobei BürgerInnen eine finanzielle Beteiligung von 0,2 Cent pro Kilowattstunde erhalten. Das Projekt zielt darauf ab, ein Nahwärmenetz mit Wärmepumpen und Direktstrom aus einem Windpark zu knüpfen, um eine kostengünstige und treibhausgasneutrale Wärmeversorgung bis 2040 zu gewährleisten.
Über Maßnahmen in der Gemeinde Lanzenkirchen berichtete Bernhard Jeitler-Haindl, Amtsleiter der Marktgemeinde. Der Neugestaltung des Ortszentrums von Lanzenkirchen erfolgte auf Basis eines örtlichen Klima- und Umweltschutzmanifests, das Schritt für Schritt umgesetzt wird. Schwerpunkte darin sind insbesondere Entsiegelung, Fassaden- und Dachbegrünungen sowie eine klimaresistente Platzgestaltung mittels einer pflegearmen, trockenheitsresistenten und hitzereduzierenden Bepflanzung. Ein Schwerpunkt war auch die Implementierung des „Schwammstadtprinzips“ zur Speicherung von Regenwasser in Grund und Boden, um Klimaresilienz zu fördern und die Lebensqualität zu verbessern. Neben dem „klimafitten Ortszentrum“ werden auch Schwerpunkte bei der nachhaltigen Energieversorgung gesetzt, z. B. durch den Einsatz erneuerbarer Energien, insbesondere durch eine Hackschnitzel-Nahwärmeanlage.
Die Präsentationen der Referentinnen und Referenten können Sie hier downloaden:
Weiterführende Informationen zum Thema
Zum Thema „Orte zukunftsfit entwickeln“ hat außerdem die Abteilung Raumordnung des Landes Oberösterreich zwei neue Publikationen herausgebracht.
In der Broschüre „Fokus Innenentwicklung“ sind Wissen, Handlungsansätze und Good-practice-Beispiele für lebendige Gemeinden zusammengefasst. Orientiert an der oberösterreichischen Raumordnungsstrategie #upperREGION 2030 werden darin Wege aufgezeigt, wie die Gemeinden ihre Zentren wieder stärker beleben und sie vor Leerstand bewahren können.
Die zweite Broschüre beschäftigt sich mit dem Thema „Grünräume sichern und Siedlungsräume klimafit gestalten“. Sie soll Entscheidungsträger*innen in Städten und Gemeinden auf dem Weg zu einer qualitätsvollen Grünraumentwicklung unterstützen. Die Vielzahl an praktischen Beispielen liefert Ideen, die auch in der eigenen Gemeinde umgesetzt werden können.
Die beiden Broschüren findet man zur Ansicht und zum Download im Bereich Publikationen auf der Website: https://www.rmooe.at/publikationen/
Außerdem sind sie auf der Website des Landes OÖ unter https://www.land-oberoesterreich.gv.at/25701.htm abrufbar.
Ungarn neues Mitglied der ARGE
Die Mitglieder der Vollversammlung der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung haben in ihrer letzten Sitzung im September 2025 einstimmig der Aufnahme Ungarns, beginnend mit dem Jahr 2026, als Mitglied in die Europäischen ARGE zugestimmt. Die schon in der Vergangenheit enge und freundschaftliche Zusammenarbeit mit Ungarn – beispielsweise im Rahmen des alle zwei Jahre durchgeführten European Village Renewal Award (EV!RA) – wird damit auf eine neue Stufe gehoben.
Vertreten wird Ungarn in der ARGE durch Dr. Miklós Dukai und Eszter Laib. Dukai ist Staatssekretär für kommunale Angelegenheiten im Ministerium für öffentliche Verwaltung und Raumentwicklung. Als Staatssekretär ist er für die Vorbereitung fachpolitischer Entscheidungen verantwortlich, die das Funktionieren des kommunalen Systems betreffen, sowie für die Koordinierung staatlicher Maßnahmen zur Unterstützung der Aufgabenerfüllung der Gemeinden und Städte.
In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf die finanzielle und operative Stabilität der Kommunen, auf die Abstimmung des rechtlichen Rahmens sowie auf die Koordinierung jener Maßnahmen, die die kommunale Aufgabenerfüllung unterstützen. Seine Führungserfahrung trägt zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen dem Staat und den Gemeinden bei und unterstützt die Umsetzung einer effizienten, dienstleistungsorientierten öffentlichen Verwaltung sowie einer Entscheidungsfindung, die die Interessen der Kommunen in den Mittelpunkt stellt.
Ein zentraler Bestandteil seiner Tätigkeit ist der kontinuierliche fachliche Dialog und die enge Zusammenarbeit mit den kommunalen Interessenvertretungen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wirkt er aktiv an der Abstimmung von kommunal relevanten Stadtentwicklungs-, Betriebs- und Gesetzgebungsprozessen mit. Sein Ziel ist es, auf der Grundlage fachlicher Erfahrungen und von Rückmeldungen auf kommunaler Ebene Lösungen zu entwickeln, die die Funktionsfähigkeit lokaler Gemeinschaften sowie deren Entwicklungsmöglichkeiten stärken. Die mehr als zehnjährige Erfahrung von Miklós Dukai in der öffentlichen Verwaltung und in Führungspositionen bildet eine solide Grundlage für eine konstruktive Partnerschaft und fördert eine wirksame Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Regierung zur Umsetzung gemeinsamer fachpolitischer Ziele.
Eszter Laib ist derzeit Leiterin der Hauptabteilung für Kommunale Projektkoordination im Ministerium für Öffentliche Verwaltung und Raumentwicklung. Die Hauptabteilung nimmt innerhalb der zentralen öffentlichen Verwaltung eine einzigartige Rolle ein, da sie sich mit der Vorbereitung und Umsetzung nationaler und internationaler Entwicklungsprojekte befasst, die unmittelbar mit dem täglichen Betrieb der Kommunen sowie mit deren langfristiger Anpassungsfähigkeit verbunden sind.
Im Mittelpunkt der Projektaktivitäten stehen strategisch bedeutende Themen wie die lokale Klimaanpassung, die Stärkung der lokalen Resilienz, kommunale Instrumente zur Bewältigung von Dürre und Wasserknappheit sowie integrierte Lösungen zur Förderung des Aufholprozesses benachteiligter Regionen. Die von der Hauptabteilung koordinierten Projekte setzen nicht nur praktische Maßnahmen um, sondern tragen durch ihre Erfahrungen auch unmittelbar zur Fundierung und Weiterentwicklung der nationalen Fachpolitiken bei.
Im Rahmen ihrer Hochschulausbildung erwarb Eszter Laib Abschlüsse als Stadtplanungsingenieurin sowie als Agraringenieurin für Umweltmanagement, die ihr eine solide fachliche Grundlage für nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung sowie für die Anwendung eines integrierten räumlichen Ansatzes bieten.
Ihre berufliche Laufbahn begann sie im Jahr 2002 bei der Ungarischen Gesellschaft für Städtebau, wo sie mehrere Jahre tätig war und später als Geschäftsführerin wirkte. Anschließend setzte sie ihre Karriere in der zentralen öffentlichen Verwaltung fort, wo sie im Bereich der kommunalen Angelegenheiten zunächst Positionen als stellvertretende Abteilungsleiterin und später als Abteilungsleiterin innehatte.
Online Breakfast for Village Renewers zu Klimaresilienz
„Building Climate Resilient Communities“ ist das Thema des 2. online Dorferneuerungsfrühstücks am 4. Dezember 2025.
Resilienz ist facettenreich und sollte im Idealfall alle grundlegenden kommunalen Funktionen kennzeichnen. Im Rahmen des 2. Breakfasts for Village Renewers konzentrieren wir uns auf den Aspekt der Klimaresilienz und präsentieren Basisinformationen und Projektbeispiele für mehr Widerstandsfähigkeit gegenüber Extremwetterereignissen und bessere Anpassungsfähigkeit an Klimaveränderungen.
Input und Best Practise-Beispiele
Sonja Skalnik, 1. Vizebürgermeisterin von Feldbach und Vorsitzende des Tourismusverbandes Thermen- & Vulkanland Steiermark (Steiermark, A)
Tomáš Drobný, Bürgermeister der Gemeinde Kostelní Lhota (Mittelböhmen, CZ)
Herbert Pieper, Bürgermeister der Gemeinde Wahrenholz (Niedersachsen, DE)
Bernhard Karnthaler, Bürgermeister der Marktgemeinde Lanzenkirchen, und Bernhard Jeitler-Haindl, Amtsleiter der Marktgemeinde Lanzenkirchen (Niederösterreich, A)
Mit dem Dorferneuerungsfrühstück bietet die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung ein Online-Format für all jene, die in Theorie und Praxis mit der Weiterentwicklung von Dörfern und Gemeinden befasst sind. Dabei werden Themenfelder der kommunalen Entwicklung aufgegriffen, Lösungen und Ideen präsentiert und mit allen Teilnehmenden diskutiert. Das Breakfast for Village Renewers dient dabei als Plattform, um Ideen und Inspirationen auszutauschen, wie man Herausforderungen und Probleme lösen könnte. Neben der Präsentation von Best-Practice-Beispielen aus verschiedenen Regionen Europas bietet es vor allem die Möglichkeit, sich mit Akteur:innen europaweit auszutauschen, von einander zu lernen und sich zu vernetzen.
Die Zahl der möglichen Teilnehmer:innen ist begrenzt. Es gilt das Prinzip „first come – first served“. Wir empfehlen daher, sich bei Interesse so rasch wie möglich per E-Mail an: info@landentwicklung.org zu melden.
„WERTvolle Ideen für GLEICHwertige Lebensräume“
Am Freitag, dem 12. September 2025, lud die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung zur „Europäischen Dorferneuerungskonferenz 2025“ ins Schloss Luberegg ein.
Die Veranstaltung widmete sich insbesondere dem Schwerpunkt, welche zielführenden und notwendigen Strategien es zu entwickeln und zu verfolgen gilt, um Stadt und Land – trotz höchst unterschiedlicher Voraussetzungen – zu gleichWERTigen Lebens- und Arbeitsräumen weiterzuentwickeln, und war als unabhängiger Programmpunkt eingebettet in den Rahmen der 40-Jahr-Feiern der NÖ Dorf- und Stadterneuerung, die im Anschluss an die Konferenz in einem feierlichen Festsakt zelebriert wurde.
Rund 120 Teilnehmer:innen aus verschiedenen europäischen Ländern und Regionen folgten der Einladung der ARGE und ließen sich von einer hochkarätigen Expertenrunde und Best-Practice-Beispielen inspirieren.
Nach der Eröffnung und Begrüßung durch ARGE-Geschäftsführerin Theres Friewald-Hofbauer eröffnete Manfred Miosga, Universitätsprofessor an der Universität Bayreuth und Vorsitzender der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum, mit einer Keynote zum Thema „Räumliche Gerechtigkeit für Stadt und Land“.
Seinem Impulsvortrag folgten sechs europäische Beispiele, die eindrucksvoll unter Beweis stellten, dass kreatives, innovatives und vernetztes Handeln, verschiedenste Kooperationen und das Nutzen neuer Technologien so manche Unzulänglichkeit im Stadt-Land-Gefälle aufwiegen und Lösungen für die Menschen am Land bringen können. Denn, dass Stadt und Land als Lebens- und Arbeitsräume naturgemäß von großen Unterschieden gekennzeichnet – mit spezifischen Vorzügen und Schwächen beiderseits steht außer Zweifel. Nicht selten mangelt es in ländlichen Regionen an grundlegenden Infrastrukturen, was zu deutlichen Nachteilen für die Bewohnenden führt.
Wie es gelingen kann, nicht gleichartige, aber gleichWERTige Lebensbedingungen in Stadt und Land zu schaffen zeigten unter anderem die Best-Practice-Beispiele, die im Rahmen der Konferenz präsentiert wurden:
– Um „Synergien und kurze Wege – Hürm“ ging es im Beitrag von Johannes Zuser, Bürgermeister der Marktgemeinde Hürm (Niederösterreich).
– Sara Lohr und Sabrina Plückebaum, Projektverantwortliche und Dorf-Digital-Lotsinnen in Himmighausen präsentierten – online zugeschaltet – „Smart Countryside – Himmighausen“ (Nordrhein-Westfalen).
– „Regionale Wertschöpfung und regionale Identität – Region Pielachtal beziehungsweise ,Dirndltal`“ waren das Thema von Kurt Wittmann, Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal und Bürgermeister von Rabenstein (Niederösterreich).
– Mit „Arbeit und Ausbildung – LEADER Region Hermagor“ (Kärnten) setzte sich der Beitrag von Michael Malderle, Regionalentwickler im Amt der Kärntner Landesregierung, auseinander.
– Einblicke zu „Coworking im Future Lab – Waidhofen an der Ybbs“ (Niederösterreich) gab Werner Krammer, Bürgermeister der Stadtgemeinde Waidhofen an der Ybbs.
– Den Abschluss der Präsentationen bildetete „Interkommunale Zusammenarbeit – Reidener Kanton“ (Luxemburg} von Thierry Lagoda, Präsident der Interkommunalen Allianz Reidener Kanton und Bürgermeister der Gemeinde Beckerich, der auch online zur Konferenz zugeschaltet wurde.
Beim Schlusstalk diskutierten Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von NÖ und Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Nadja Häupl, Univ. Prof. an der Universität Anhalt und Jury-Vorsitzende zum Europäischen Dorferneuerungspreis sowie Manfred Miosga unter der Leitung von Johannes Wischenbart (NÖ Dorf- und Stadterneuerung).
Nachfolgend finden Sie Präsentationen der ReferentInnen der Europäischen Dorferneuerungskonferenz 2025
Derzeit können wir den Impulsvortrag von Professor Manfred Miosga, Professur für Stadt- und Regionalentwicklung an der Universität Bayreuth, hier leider nicht zum Download anbieten. Gerne können wir aber das PDF auf Anfrage unter info@landentwicklung.org per E-Mail übermitteln.
Dorferneuerungskonferenz 2025: „WERTvolle Ideen für gleichWERTige Lebensräume“
12. September 2025, 12:30 bis 15:30 Uhr, Schloss Luberegg in Emmersdorf an der Donau, Niederösterreich
Stadt und Land als Lebens- und Arbeitsräume sind naturgemäß von großen Unterschieden gekennzeichnet – mit spezifischen Vorzügen und Schwächen beiderseits. Nicht selten mangelt es in ländlichen Regionen an grundlegenden Infrastrukturen, was zu deutlichen Nachteilen für die Bewohner:innen führt.
Die Dorferneuerungskonferenz 2025 der Europäischen ARGE Landentwicklung geht der Frage nach, wie es gelingen kann, nicht gleichartige, aber gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land zu schaffen? Im Zentrum stehen dabei Best-Practice-Beispiele aus NÖ sowie anderen Regionen Österreichs und Europas. Darüber hinaus werden die Vorsitzende der ARGE und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Univ.-Prof. Nadja Häupl (Universität Anhalt und Vorsitzende der Jury zum Europäischen Dorferneuerungspreis) und Univ.-Prof. Manfred Miosga (Universität Bayreuth und Vorsitzender der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum) zu Wort kommen.
Die Konferenz mündet in die 40-Jahr-Feierlichkeiten der NÖ Dorf- und Stadterneuerung mit Ausstellung, Gala und Empfang mit zahlreichen Möglichkeiten zu Networking, Meinungs- und Erfahrungsaustausch.
Das detaillierte Programm entnehmen Sie bitte der untenstehenden Einladung. Eine rasche Anmeldung ist erforderlich.