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Fest der Europäischen Dorferneuerung: “All different. All together.”

19. European Village Renewal Award (EV!RA) in Kostelní Lhota, Tschechische Republik, verliehen

Unter dem Motto „All different. All together“ wurde der EV!RA 2026 – in seiner bereits 19. Auflage seit 1990 – von der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung ausgelobt und durchgeführt. Vorigen Freitag wurden die Preise feierlich verliehen. Rund 600 Menschen aus rund 30 europäischen Ländern und Regionen, unter ihnen zahlreiche ranghohe Politiker:innen sowie Vertreter:innen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Diplomatie aus ganz Europa, wohnten der Preisverleihung in der mittelböhmischen Gemeinde Kostelní Lhota bei, die den Bewerb 2024 für sich entscheiden konnte. 

Der stimmungsvolle Festakt mit der Übergabe der Preise an die 25 Teilnehmer des Wettbewerbs 2026, allen voran an den interkommunalen Verbund Valposchiavo (Graubünden, Schweiz) als Gesamtsieger, war in ein dreitägiges Fest der europäischen Begegnung eingebunden. Von Donnerstag bis Samstag erwartete die Gäste ein höchst abwechslungsreiches Programm mit Exkursionen, Workshops, Dorfspaziergängen und kulturellen Darbietungen. Sowohl Gastgeber als auch Teilnehmer hatten Gelegenheit, ihren Ort, ihre Gemeinde oder Region zu präsentieren, Know-how und Erfahrungen auszutauschen sowie regions- und grenzüberschreitende Kontakte aufzubauen und Netzwerke zu knüpfen. 

„Der European Village Renewal Award ist mehr als ein Wettbewerb, er ist eine europäische Ideenbörse für die Zukunft unserer ländlichen Räume. Das, was hier an Lösungskompetenz geboten wird, ist Inspiration und Vorbild für unzählige Dörfer, Gemeinden und Regionen. All das Wissen und die Erfahrungen zu sammeln, aufzubereiten und für andere nutzbar zu machen, ist eine der Hauptaufgaben unserer ARGE und die eigentliche Intention des EV!RA“, betonte Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die von der Vollversammlung eben erst für weitere vier Jahre als Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung wiedergewählt worden war. Ländliche Räume seien keine Problemzonen, sondern Zukunftsräume, die sich oft auch als Vorreiter im Finden von Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit erweisen. 

Ihre Amtskollegin aus Mittelböhmen, Kreishauptfrau Petrá Peckova, unterstrich, dass die Zukunft der ländlichen Räume nicht allein auf Investitionen, sondern vor allem auf engagierten Menschen, auf Zusammenarbeit und auf dem Mut zu Innovationen beruhe, wenn es etwa darum gehe, auf die rasanten Veränderungen der Gegenwart, etwa auf klimatische Herausforderungen, den demografischen Wandel oder die Digitalisierung, adäquat zu reagieren.

Gesamtsieg für interkommunalen Verbund Valposchiavo in der Schweiz

Multimedia-Präsentationen, die die Teilnehmerorte vorstellten und Einblicke in den Wettbewerb boten, erwiesen sich nicht nur als stimmungsvolle Einlagen, sondern verdeutlichten auch, welch herausfordernder Aufgabe sich die 20-köpfige internationale Jury unter dem Vorsitz von Nadja Häupl, Städtebau-Professorin an der Uni Anhalt in Dessau, gegenübersah, aus den 25 Top-Bewerbern die Preisträger zu küren – kein leichtes Unterfangen angesichts der außerordentlich hohen Qualität aller eingereichten Projekte und Entwicklungsprozesse. Am meisten konnte schließlich der interkommunale Verbund Valposchiavo im Schweizer Kanton Graubünden überzeugen und sich den Gesamtsieg sichern. Beeindruckt zeigte sich die Jury hier vor allem vom Leitprojekt „100% Valposchiavo“, das auf regionale Wertschöpfung, nachhaltige Landwirtschaft und starke lokale Kreisläufe setzt, dabei Tradition mit Innovation verbindet und dank eines durchgehend inklusiven und integrativen Ansatzes die Bedürfnisse aller Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigt.

Premiere: EV!RA LaureateMit der Auszeichnung „EV!RA Laureate“ hat die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung 2026 schließlich einen neuen Akzent gesetzt und die Möglichkeit geschaffen, ergänzend zu den EV!RAs an Dörfer, Gemeinden und interkommunale Verbunde auch Persönlichkeiten zu würdigen, die sich um die Zukunft der ländlichen Räume Europas besonders verdient gemacht haben. Als erste Preisträgerin wurde Theres Friewald-Hofbauer erkoren, die über Jahrzehnte eine zentrale Rolle in der ARGE einnahm und alle 19 Wettbewerbsrunden entscheidend mitprägte.

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