Der Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2012 ist entschieden: Eine hochrangige, interdisziplinär zusammengestellte, internationale Jury hat dieser Tage nach einer umfassenden Begutachtung vor Ort bei der abschließenden Bewertungssitzung in München die Gemeinde Vals, Graubünden, Schweiz, zum Sieger gekürt. „Vals hat auf ganzheitliche, zahlreiche ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigende Weise Maßnahmen gesetzt, die zu einer Entwicklung geführt haben, die dem Motto des diesjährigen Bewerbes ‚Der Zukunft auf der Spur’ in beeindruckender Weise gerecht werden“, zeigt sich der Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, der niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll, in einer ersten Reaktion begeistert.

Der Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2012 ist entschieden. 29 europäische Staaten, Länder bzw. Regionen haben daran teilgenommen und je einen Teilnehmer nominiert. Sie alle haben Grund zur Freude und zum Feiern, nachdem ja nur die Besten eines Landes zur Teilnahme berechtigt waren und darüber hinaus die Jury bei ihrer Beurteilung zu der Erkenntnis gelangte, dass auf Grund des herausragenden Niveaus jedes Projekt mit einem Preis zu bedenken ist.

Gewinner des Europäischen Dorferneuerungspreises 2012 ist Vals, Schweiz. 11 Teilnehmer werden mit dem „Europäischen Dorferneuerungspreis für eine ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität“ ausgezeichnet. 11 Teilnehmer freuen sich über den „Europäischen Dorferneuerungspreis für besondere Leistungen in mehreren Bereichen der Dorfentwicklung“ und sechs Teilnehmer über den „Europäischen Dorferneuerungspreis für besondere Leistungen in einzelnen Bereichen der Dorfentwicklung“

Der Stellvertretende Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Ryszard WILCZYNSKI, Wojewode von Opole, Polen, besuchte von 20. bis 23. Juni 2012 mit einer Abordnung interessierter EntscheidungsträgerInnen des Woiwodschaftsamtes Niederösterreich. Besonderes Augenmerk legte die Delegation auf den sozialen Aspekt der Dorferneuerung.

Der Zukunft auf der Spur – so lautet das Motto des Wettbewerbes um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2012, der heuer zum zwölften Mal ausgetragen wird. 29 Dörfer bzw. Landgemeinden aus 12 europäischen Staaten bewerben sich um den prestigeträchtigen Titel.

Unter dem Motto „Der Zukunft auf der Spur“ bewerben sich 29 Gemeinden bzw. Dörfer aus zwölf europäischen Nationen um eine der wohl begehrtesten Auszeichnungen im Bereich einer nachhaltigen Entwicklung ländlicher Kommunen, nämlich um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2012.

„Erstmals in der Geschichte lebt die Mehrheit der Weltbevölkerung in Städten, Tendenz steigend. In knapp 20 Jahren sollen es bereits 5 Milliarden und damit 60 % sein, 80 % davon in den Megacities der 3. Welt. Auch in Europa, wo immerhin noch die Hälfte der Arbeitsplätze und 50 % der Bevölkerung in ländlichen Region angesiedelt sind,…

Stadt braucht Land braucht Stadt – so lautete der Titel einer Europäischen Konferenz, zu der die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die Arge der deutschen Akademien Ländlicher Raum Ende November 2011 nach Freising, Bayern, eingeladen hatten. 150 Gäste aus acht europäischen Ländern, darunter der Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Landeshauptmann Erwin Pröll aus Niederösterreich, der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, der Oppelner Woiwode Ryszard Wilczynski und Univ.-Prof. Mark Michaeli von der TU München, waren der Einladung gefolgt und berieten zwei Tage lang über geeignete Wege, um dem Auseinanderdriften und wachsenden Gegeneinander von Stadt und Land wirkungsvoll zu begegnen.

Auszug aus der Präsentation von Theres Friewald-Hofbauer anlässlich des 22-jährigen Jubiläums der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung

Spurensuche. Unter diesem Motto warf die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung am Vorabend der Europäischen Konferenz „Stadt braucht Land braucht Stadt“ einen Blick zurück auf ihre Anfänge und Entwicklung sowie auf jene Menschen, die sie besonders geprägt haben. Nicht zufällig wählte man dafür als Austragungsort das Kardinal-Döpfner-Haus in Freising. Denn genau dort hatte vor 22 Jahren die Geburtsstunde der ARGE geschlagen.