Anfang September 2020 ist es der Jury im Wett­bewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2020 nach einer Corona bedingten Verschiebung endlich gelungen, wenn auch in sehr reduzierter Runde, die erste Sitzung abzuhalten. Sie setzte sich dabei mit den einge­reichten Unterlagen der 26 Wett­bewerbsteilnehmer auseinander­ und konnte insgesamt ein sehr hohes Niveau konstatieren. Darüber hinaus beriet sich die Jury auch hinsichtlich der Vor-Ort-Besichtigungen und entschied sich dafür, den schwierigen Umstände zu trotzen und den Versuch zu wagen, in gewohnter Weise alle Teilnehmerorte besuchen zu wollen.

 

Der Wettbewerb um den 16. Europäischen Dorferneuerungspreis ist geleitet von der Intention, besonders herausragende und beispielhafte Entwicklungs- und Erneuerungs­prozesse in ländlichen Gemeinwesen „vor den Vorhang“ zu bitten und – unter Berück­sichtigung der jeweiligen Ausgangsbedingungen, des ökonomischen und sozio-kulturellen Kontextes sowie der länderspezifischen Standards, Besonderheiten und Möglichkeiten – zu prämieren.

Vorrangiges Kriterium ist, dass die gesetzten Maßnahmen gemäß dem „Leitbild der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung für eine nachhaltige Entwicklung europäischer Dörfer und Landgemeinden“ zu einer Stärkung der Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume und zu einer Hebung der Lebensqualität der DorfbewohnerInnen beitragen.

Der Wettbewerb forciert daher jene ländlichen Gemeinwesen,

  • die sich den aktuellen Herausforderungen ihres Lebensraumes mit nachhaltigen, innovativen und zeitgemäßen Projekten stellen und ganzheitliche Entwicklungsprozesse in Gang gebracht haben;
  • die eine Einbindung aller Bevölkerungsgruppen in das örtliche Geschehen verfolgen und auf diese Weise unterschiedliche Perspektiven, weitere Horizonte und vielfältigere Ideen gewinnen;
  • die sich des Wertes und der Notwendigkeit von Kooperationen bewusst sind und demgemäß auf Netzwerke sowie interkommunale und regionale Zusammenschlüsse setzen.

Das Wettbewerbsmotto „Lokale Antworten auf globale Herausforderungen“ trägt der Tatsache Rechnung, dass jeder Ort, auch die kleinste Siedlung, mit überregionalen, kontinentalen und vielfach auch weltweiten Entwicklungen, seien es nun Gefahren oder Chancen, konfrontiert ist.

Es soll ein Signal dafür sein, diese Herausforderungen zu erkennen und sich ihnen zu stellen. Das Motto wirft demgemäß einen besonderen Fokus auf jene Gemeinwesen, die sich ihrer Verantwortung über den eigenen Tellerrand hinaus bewusst sind und im Rahmen ihrer Möglichkeiten Antworten auf die großen Fragen des 21. Jahrhunderts finden, die dazu beitragen, das Leben auf unserem Planeten zu einem besseren zu machen.

Kriterien

Formular

Englisch Version:

Criteria

Form

Die seit kurzem im Tullnerfeld ansässige Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung lud Mitte September Expertinnen und Experten aus ihren Mitgliedsländern und -regionen zur Vollversammlung, die unter dem Vorsitz der thüringischen Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Birgit Keller geführt wurde und am Rande der Konferenz „Das soziale Dorf…

Der Wettbewerb um den 16. Europäischen Dorferneuerungspreis ist geleitet von der Intention, besonders herausragende und beispielhafte Entwicklungs- und Erneuerungs­prozesse in ländlichen Gemeinwesen „vor den Vorhang“ zu bitten und – unter Berück­sichtigung der jeweiligen Ausgangsbedingungen, des ökonomischen und sozio-kulturellen Kontextes sowie der länderspezifischen Standards, Besonderheiten und Möglichkeiten – zu prämieren.   Vorrangiges Kriterium ist, dass die […]

2020 wird der Europäische Dorferneuerungspreis 30 Jahre alt. Grund genug, die VertreterInnen der Mitgliedsländer und -organisationen zu einem Workshop einzuladen, um mit ihnen zu beraten, ob und welcher Veränderungen es bedarf, um den renommierten Wettbewerb erfolgreich in die Zukunft zu führen. Die Argumente waren wohlüberlegt, die Diskussionen intensiv, die Ergebnisse durchaus aufschlussreich und wegweisend…

Die Oberösterreichische Gemeinde Hinterstoder gewinnt den Europäischen Dorferneue­rungspreis 2018, der von der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung unter ihrem Vorsitzenden Landeshauptmann Erwin Pröll diesmal unter dem Motto „we!ter denken“ ausgetragen wurde. Mehr als 1.000 Menschen aus ganz Europa wohnten der stimmungsvollen Preis­verleihung in der Tiroler Gemeinde Fließ, die den Wettbewerb vor zwei Jahren für sich entschieden hatte, bei – unter ihnen der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter,…