11.08.2006

Der Countdown für den Europäischen Dorferneuerungspreis 2004 läuft

 Auf die Plätze, fertig, los ...

 

Der Countdown für den Europäischen Dorferneuerungspreis 2004 läuft ­– Internationales Expertengremium fixiert Kriterien – Neues Wettbewerbsmotto „Aufbruch zur Einzigartigkeit“ als Signal gegen Globalisierung und Vereinheitlichung

 

Die Siegerregion des Europäischen Dorferneuerungspreises 2002, das Große Walsertal in Vorarlberg, Österreich, war diese Woche Schauplatz eines zweitägigen Meetings hochkarätiger internationaler Experten, die als JurorInnen über die Vergabe des Europäischen Dorferneuerungspreises 2004 entscheiden werden.  Das Treffen diente vor allem der Erarbeitung der Wettbewerbskriterien und der Fixierung eines Wettbewerbsmottos, das „Aufbruch zur Einzigartigkeit“ lauten wird. Das Motto soll, geht es nach Meinung der JurorInnen und ihres Vorsitzenden, dem Münchner Univ.-Prof. Matthias   R e i c h e n b a c h – K l i n k e ,  die ländlichen Gemeinden und Regionen in Europa darin bestärken, ihre Unverwechselbarkeit und Einzigartigkeit in äußerer Erscheinung und innerer Qualität als Wert zu erkennen und in dynamischen Entwicklungsprozessen zu forcieren.

 

Neben dem Motto wurden auch die Beurteilungskriterien für den
8. Europäischen Dorferneuerungspreis, der im April dieses Jahres ausgelobt und im Oktober 2004 nach zwei Bewertungssitzungen und Vor-Ort-Besichtigungen vergeben werden wird, erarbeitet. Bewertet werden demnach:

 

A. INHALTE

  1. Stärkung und Einbindung der Land- und Forstwirtschaft in regionale Kreisläufe
  2. Erhaltung und Aufbau standortgerechter Erwerbsmöglichkeiten
  3. Verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen, ökologisch verträgliche Ver- und Entsorgung sowie Nutzung erneuerbarer Rohstoffe
  4. Symbiose von alter, schützenswerter und neuer, zeitgemäßer Bausubstanz sowie ressourcensparende und ortstypische Siedlungsentwicklung
  5. Entwicklung und Erhaltung der Kulturlandschaft unter Berücksichtigung der ökologischen Zusammenhänge
  6. Stärkung der Identität und des Selbstbewußtseins der DorfbewohnerInnen insbesondere durch Kulturinitiativen und Weiterbildung im Dorf
  7. Wiederbelebung traditioneller und Schaffung zeitgemäßer soziokultureller und sozialer Einrichtungen
  8. Förderung der Teilhabe aller Generationen, Geschlechter, Nationalitäten sowie der Behinderten am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben.

 

B. ZUSAMMENSCHAU DER MASSNAHMEN

Maßgeblich sind dabei für alle Bereiche

 

 vernetzte und ganzheitliche Konzepte, die auf eine

  • nachhaltige Entwicklung ausgerichtet sind,
  • von Vision, Phantasie und Courage gekennzeichnet sind und
  • auf einer Bündelung der Kräfte und eingesetzten Ressourcen basieren.

 

C. METHODEN/STRATEGIEN

 

Darüber hinaus finden die Strategien und Methoden, die zur Erreichung der Ziele verfolgt werden, also

  • ·       Eigeninitiative und Bürgerbeteiligung
  • ·      Dialog der PolitikerInnen, ExpertInnen und Behörden mit den BürgerInnen,
  • ·      Kooperationen in nachbarschaftlichen und kommunalen Allianzen sowie in regionalen Partnerschaften und
  • ·       Nutzung der neuen Kommunikations- und Informationstechnologien

besondere Berücksichtigung.

 

Für den Vorsitzenden der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin  P r ö l l , gewährleisten diese anspruchsvollen Kriterien und das gerade in Zeiten der Globalisierung und internationalen Vereinheitlichung besonders zeitgemäße Motto, dass den Sieg im Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2004 nur ein Teilnehmer erringen wird können, der sich durch einen ganzheitlichen, nachhaltigen, innovativen und zukunftsorientierten ländlichen Entwicklungsprozess auszeichnet.

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