10.07.2012

Europäischer Erfahrungsaustausch

Der Stellvertretende Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Ryszard WILCZYNSKI, Wojewode von Oppeln, Polen, besuchte von 20. bis 23. Juni mit einer Abordnung interessierter EntscheidungsträgerInnen des Woiwodschaftsamtes Niederösterreich. Besonderes Augenmerk legte die Delegation auf den sozialen Aspekt der Dorferneuerung.

Nach der Begrüßung durch LR Mag. Karl Wilfing, der die Entwicklung des Landes zur sozialen Modellregion Europas an Hand der festgelegten Ziele und bereits umgesetzten Schritte skizierte, besichtigte man unterschiedliche Einrichtungen und Projekte.

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Im Landespflegeheim St. Pölten wurde die Situation in Bezug auf die demografische Entwicklung und den bestehenden und prognostizierten Pflegebedarf dargestellt. Die Delegation zeigte sich auch bei der Führung durch die Räumlichkeiten sehr interessiert.

Anschließend wurden die Aktivitäten der Sozialen Dorferneuerung, wie zum Beispiel die Aktivierung der Nachbarschaftshilfe in einzelnen Orten, die Ausbildung von SozialkoordinatorInnen, die Aktion „Stolz auf unser Dorf – gemeinsam leben wir“ sowie generationenübergreifende Projekte, vorgestellt.

An den beiden folgenden Tagen besichtigte die Delegation das private Seniorenheim Senecura in Grafenwörth, wo vor allem die Kooperation mit dem Kindergarten auf großes Interesse stieß. Im „Servus“ Sozialzentrum Würnitz stellte Obfrau Luise Kasess das Generationenprogramm, den SeniorInnen-Treff und das Nachbarschafts-Service vor, wobei sämtliche Aktivitäten von Freiwilligen übernommen werden.

Am letzten Tag besichtigte die Delegation das Zentrum für Begleitung und Beratung des Hilfswerkes NÖ in St. Pölten. Wie die Verbindung zwischen Gemeindeentwicklung und Seniorenbetreuung funktionieren kann, erfuhr die Delegation in Leobersdorf, wo der Generationenpark besichtigt wurde.

Die polnische Abordnung war von den vorgestellten Zielen, Aktivitäten und Projekten sehr angetan. Einhellige Meinung: „Wir können einige interessante Anregungen mitnehmen. Auch die angedachten Kooperationen im Ausbildungsbereich erscheinen für alle Beteiligten zukunftsweisend.“

Für Fragen standen während der gesamten Zeit Landesobfrau Maria Forstner und Geschäftsführer Walter Kirchler von der NÖ Dorf- und Stadterneuerung zur Verfügung. Auch Theres Friewald-Hofbauer, Geschäftsführerin der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, nutzte die Chance, die europäischen Kontakte zu vertiefen und verbrachte einen Tag mit der polnischen Abordnung.

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