11.08.2006

Europäisches Symposium "Innovative Informationstechnologien - eine Chance für die ländlichen Räume in Europa"

Ort:                                  Dresden
Termin:                           14. und 15. März 2002

Veranstalter: Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung in Kooperation mit dem Sächsischen Staatsministerium für
Umwelt und Landwirtschaft und EuroTIRA (European Telematics in Rural Areas)

Teilnehmer:  120 TelematikexpertInnen und -interessentInnen aus 33
europäischen Regionen

Hightech & Hightouch

ReferentInnen und Symposionsteilnehmer kamen zu dem einhelligen Schluss, dass die Entwicklung in Richtung Informationsgesellschaft den ländlichen Räumen in die Hand spielen könnte. Denn Telekommunikation lässt die Bedeutung räumlicher Distanzen in den Hintergrund treten. So könnten Dörfer in Zukunft den Städten als Arbeitsstätten und Orte der Wissensvermittlung Paroli bieten und wären auch ländliche Gebiete im Besitz der Trumpfkarte, global agieren und weltweit kaufen wie auch verkaufen zu können.

Damit aus den vielfältigen Chancen auch Erfolge werden, bedarf es: 

  •  leistungsfähiger Datenhighways (die im Übrigen etwa gleich viel kosten wie das Markierungs- und Leitsystem einer Autobahn);
  • gut ausgebildeter und weiterbildungswilliger "User";
  • geistig beweglicher Dorfbewohner mit Offenheit für das Neue.

 Nicht nur die Chancenreservoire, auch die Gefahrenpotenziale der "schönen neuen virtuellen Welten" kamen im Rahmen des Symposions zur Sprache: Beispielsweise Kommunikationsverluste und Vereinsamung am Bildschirm durch Telearbeit Eine weitere Schattenseite, die thematisiert wurde, ist die Situation älterer bzw. weniger gebildeter Menschen, die in einer technikorientierten und besonders schnelllebigen Zeit leicht zu den großen Verlierern zählen könnten, wird nicht durch umfassende Schulungsmaßnahmen und Motivierungskampagnen gegengesteuert.

Conclusio: Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien können die ländliche Gesellschaft im positiven Sinn revolutionieren, wenn es gelingt, eine Balance zwischen Mensch und Technik, zwischen Standorten und Standpunkten, zwischen Hightech und Hightouch zu finden.

Zusammenfassung einzelner Referate

Gareth H u g h e s, European Regional Information Society Association, Liverpool, Großbritannien
Sixtus L a n n e r , Vorsitzender des Instituts ländlicher Raum, Wien, Österreich
Peter S c h a w e r d a , Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Wien, Österreich

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